Bei einem großflächigen Stromausfall im Kreis Steinburg greifen fest definierte Notfallpläne, um die Sicherheit und Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten.
Wer handelt im Ernstfall?
- Kreisverwaltung & Katastrophenschutz: Die untere Katastrophenschutzbehörde des Kreises Steinburg übernimmt die Gesamtleitung. Bei Bedarf wird die Technische Einsatzleitung (TEL) aktiviert.
- Feuerwehren: Bei einem Stromausfall, der länger als etwa 30 Minuten dauert, werden die Feuerwehrgerätehäuser in den Gemeinden oft automatisch als Anlaufstellen besetzt. Sie dienen dann als „Leuchttürme“ für Notrufe, wenn Telefonnetze ausfallen.
- Polizei: Sie verstärkt ihre Präsenz im öffentlichen Raum, um die Sicherheit zu gewährleisten und den Verkehr an kritischen Knotenpunkten zu regeln.
Zentrale Anlaufstellen: Notfall-Infopunkte (NIP)
Im Kreis Steinburg wurden 94 Notfall-Infopunkte eingerichtet.
- Funktion: Diese Punkte (oft in Gemeindezentren oder Feuerwehrhäusern) dienen als Informationsquelle, wenn Internet und Radioempfang gestört sind.
- Hilfeleistung: Bürger können dort Notrufe absetzen oder Erste Hilfe erhalten.
- Beispiel: In Vaale befindet sich der NIP im Gemeindezentrum.
Was passiert konkret?
- Kommunikation: Warnungen erfolgen über die NINA Warn-App (sofern das Mobilfunknetz noch funktioniert) oder durch Lautsprecherdurchsagen.
- Spezialeinheiten: Der Kreis hält eine Feuerwehrbereitschaft, einen Löschzug Gefahrgut sowie mehrere Sanitäts- und Betreuungsgruppen bereit.
- Versorgung: Die Betreuungsgruppen kümmern sich um die Verpflegung und Unterbringung hilfsbedürftiger Personen.
Empfehlungen für Sie
- Vorsorge: Halten Sie ein batteriebetriebenes Radio (oder Kurbelradio) und Vorräte für mindestens 10 Tage bereit, wie vom BBK empfohlen.
- Verhalten: Schalten Sie bei Stromausfall alle empfindlichen Elektrogeräte (Herd, Computer) aus, um Schäden beim Wiedereinschalten zu vermeiden.

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